Mocha ist kaum mehr als ein Sandkorn im Pazifik. Es wäre längst im Meer des Vergessens versunken, doch die Geschichte wollte es anders. Vor der kleinen Insel trieb ein weißer Wal sein Unwesen, ein wahrer Leviathan, der die Walfängerschiffe attackierte und mit Mann und Maus in die Tiefe zog. Über den Wellen kreisten Albatrosse und Sturmtaucher. Komische Vögel, die an Land unbeholfen wirkten, doch hier waren sie in ihrem Element.

Auch auf der „Pequod“ herrschte kein Mangel an schrägen Vögeln. Die Mannschaft stammte aus allen Schichten und Ecken der Welt, darunter ein Royal Scotsman, der von Heimweh geplagt wurde, wenn er an die sturmumtosten Höhen der Highlands dachte. Doch auch er ließ sich von Kapitän Ahab auf die Jagd nach dem Monsterwal einschwören. Starbuck, der Obermaat, war der einzige, der den durchgeknallten Käpt’n zur Besonnenheit mahnte. Sorry, keine Chance.

Kapitän Ahab war ein Besessener. Er dachte nicht an Heimkehr, kein Gedanke an seine Frau oder gar daran, dass die Jagd anders ausgehen könnte, als er plante. Nach einer langen Fahrt durch den Indischen Ozean schlug seine Stunde: Der weiße Wal stellte sich zum Kampf, zog seinen Jäger unter Wasser und versenkte das Schiff. Nur der Matrose Ismael überlebte die Katastrophe…


Frühling, ein sonniger Morgen. Warum nicht einen ganz neuen Weg nehmen? Geht ja kaum anders, wenn man Schiffbruch erlitten hat. Schriftsteller lieben so was: Katastrophen mit unerwartetem Ausgang. Licht am Ende des Tunnels. Womöglich sogar eine neue Liebe. Venus führt etwas im Schilde… Doch selbst die Liebesgöttin muss Verluste hinnehmen. Kein Grund, auf ewig in Trauer zu verharren – es kommen bessere Zeiten, manchmal über Nach. Wie heißt es bei Milton? Come and trip it as you go, on the light fantastic toe. Und immer schön die Balance halten. Dumm nur, dass Abstürze in der Liebe dazugehören und manchmal alle Liebesmüh verloren ist.
Da hilft nur eins, die Flucht nach vorne, am besten im Galopp. Und wenn einem dabei ein kräftiger Fluch auskommt, was soll’s! Gute Freunde und Gefährten verstehen sowas. So sicher, wie nach jeder Ebbe eine neue Flut kommt…

  


Termine

Do, 12. September, Gefrees
Andy Langs Konzertscheune, Bahnhofstr. 1, 20 Uhr

Achtung, muss wegen Krankheit verschoben werden!